Internationaler Städtepartnerschaftsverein
Bad Homburg v. d. Höhe e.V.

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Land unter in Dubrovnik 01.12.2010
Bad Homburg. Eis, Schnee und Kälte in der Kurstadt – für Gäste von der Adria eigentlich kein schönes Wetter. Doch die Delegation aus Dubrovnik, die seit gestern in Bad Homburg weilt, ist Kummer gewohnt – zumindest was Wetterkapriolen angeht.

Die Ankunft von Vize-Bürgermeister Niko Salja und seinen Kollegen aus der Stadtverwaltung von Dubrovnik war bereits einen Tag früher geplant. Aber der plötzliche Wintereinbruch in Europa hielt sie einen Tag in Zagreb fest. Dass wäre ja noch zu verkraften, aber was sich am Montag vergangener in und rund die Adria-Stadt zugetragen hat, steckt der Delegation noch immer in den Knochen.

Wie bereits berichtet, wurde Dubrovnik von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht. Vier Stunden lang öffnete der Himmel seine Schleusen und ließ vor allem unzählige Keller von Privathäusern volllaufen. 65 Liter Regen auf einem Quadratmeter und das pro Stunde führte dazu, dass in Dubrovnik Katastrophenalarm ausgerufen wurde. «Der Sachschaden dürfte bei rund 8 Millionen liegen», erzählte Salja. Manche Häuser seien komplett unter den Wassermassen verschwunden.

Salja: «Es strömten plötzlich drei Bäche durch die Stadt, die vorher nicht gegeben hatte.» Die Feuerwehr, die zu rund 150 Einsätzen gerufen wurde, konnte der Situation am Ende nicht mehr Herr werden. Zudem wurden durch die vielen Regenfälle Unmengen Müll an die Küste vor Dubrovnik gespült.

In der Kurstadt steht nun ein arbeitsreicher Mittwoch auf dem Programm. Beim Treffen mit Vertretern der Homburger Stadtverwaltung soll sich über Straßenverkehr, Entwässerung und Bestattungswesen ausgetauscht werden. «Wir haben bei unserem jüngsten Besuch in Dubrovnik eine noch stärkere Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene vereinbart», so OB Michael Korwisi (Grüne).

Vor allem das Parken interessiert die Gäste aus Kroatien. Korwisi: «Bei meinem letzten Besuch in Dubrovnik habe ich gesehen, dass die Leute teilweise wild parken.» Jetzt will der OB seinen Gästen erklären, wie Parkraumbewirtschaftung a la Bad Homburg funktioniert. 
Taunuszeitung
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